Online-Portal bringt Käufer und Verkäufer über die Kommunen zusammen

Immobilienportale im Internet gibt es reichlich. Eine Firma aus Hanau bringt mit einem neuen Portal Immobilienkäufer und -verkäufer über die Kommunen zusammen. Eine Online-Datenbank ermöglicht die Realtime-Darstellung aller verfügbaren Bauplätze, inklusive ihrer unterschiedlichen baurechtlichen Vorgaben und Nutzungsmöglichkeiten. Damit wurde erstmals die umfassende Vermarktung von Neubaugebieten im Internet möglich.

Die Firma Wunschgrundstück hat sich seit ihrer Gründung 2006 mit ihrem Bauland- und Immobilienportal „wunschgrundstueck.de“ laut eigenen Angaben unter den Top 5 der bundesweiten Immobilienportale etabliert. Begonnen hat alles mit der Entwicklung des „digitalen Bauschilds“, dem ersten interaktiven Grundstücksplan zur Vermarktung von Neubaugebieten im Internet.

Die Wunschgrundstück GmbH tritt mit einer ganzen Reihe neuer Ideen an, den eingefahrenen Portalmarkt im Bereich der bundesweiten Vermarktung von Immobilien zu verändern. Da ist zum einen das Konzept des „Kommunalen Immobilienportals“, kurz KIP (www.kommunale-immobilienportale.de). Die Entwickler des Portals haben damit jeder der rund 13.000 deutschen Kommunen und jedem Landkreis ein eigenes Immobilienportal zur Verfügung gestellt. Mit diesem lassen sich der kommunale sowie der lokale Immobilienmarkt jeder Kommune abbilden – und zwar wesentlich realistischer und viel näher am tatsächlichen Bestand vor Ort, als es beispielsweise bei den großen, überregionalen Portalen der Fall ist. Die kommunalen Immobilienportale basieren auf der Datenbank des Bauland- und Immobilienportals www.wunschgrundstueck.de mit mehr als 100.000 Immobilienangeboten, ergänzt um die kommunalen Immobilien und Baugebiete.

Immobilienprofis wissen: Der Immobilienmarkt ist lokal. Mit KIP wird im lokalen Immobilienportal der Stadt inseriert – also genau dort, wo sich die Immobilie auch befindet. Die Suche selbst gestalte sich dabei angenehm, verspricht die Firma Wunschgrundstück: KIP sei komplett werbefrei. „Eine lobenswerte Ausnahme in einem Umfeld, in dem man oft länger mit dem Wegklicken von aufdringlichen Werbebannern und Digital Adds beschäftigt ist als mit der eigentlichen Suche. Viele lokale Portallösungen sind an mangelnden Inhalten gescheitert – nicht so das Kommunale Internetportal KIP: Die zweistelligen Zuwachsraten der Seitenaufrufe belegen den Erfolg“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Im KIP Frankfurt am Main komme darüber hinaus in Kürze eine weitere Neuentwicklung der Immobilienprofis zum Einsatz, wie die Macher ankündigen: In einem geschützten Datenraum bestehe die Möglichkeit, neben denjenigen Angeboten, die ohnehin mittels KIP dem Markt zur Verfügung gestellt werden, ebenfalls solche Immobilien anzubieten, die nicht frei am Markt gehandelt werden sollen. Dabei werden alle Immobilienangebote systematisch mit jenen Immobiliengesuchen zusammengeführt, die von ansiedlungsinteressierten oder expandierenden Unternehmen an die Wirtschaftsförderung Frankfurt herangetragen werden. Im Anschluss werden die Ergebnisse der Zusammenführung von Angebot und Nachfrage durch Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung diskret an die Immobiliensuchenden übermittelt. Auf diese Weise werde Frankfurt am Main ein innovatives Instrument zur Standortentwicklung zur Verfügung gestellt.

Ebenfalls frisch aus der Ideenschmiede der Wunschgrundstück GmbH stammt der sogenannte „Potenzialmelder“ – ein Instrument, das vor allem in der gegenwärtigen Flüchtlingskrise noch eine große Rolle spielen kann. Mit dem Thema der ungenutzten Potenziale beschäftigen sich die Wunschgrundstück GmbH und ihre Mutter die Terramag GmbH seit der Baurechtsnovellierung von 2013. Darin wurde erstmals die Innenentwicklung vor der Erschließung von Neubauflächen am Stadtrand gesetzlich vorgeschrieben. Ein Pilotprozess zur Erfassung der innerstädtischen Potenziale gemeinsam mit der Stadt Hanau hat klar aufgezeigt, wo die eigentlichen Entwicklungsmöglichkeiten stecken. In der Aktivierung der innerstädtischen Potenzialflächen.

In Hanau konnten im Innenstadtbereich 60 Potenzialflächen mit einer Größe von insgesamt 14 Hektar erfasst werden. Von diesen Flächen konnten die ersten fünf zügig einer Wohnbebauung zugeführt werden. Mit dem von der Wunschgrundstück GmbH neuentwickelten Potenzialmelder kann jeder Bürger unter strenger Wahrung des Datenschutzes schnell und einfach online sogenannte Potenzialflächen melden. Die Verantwortlichen der Kommune können diese Meldung dann prüfen und in einem gemeinsamen Prozess mit dem Eigentümer ein Nutzungskonzept entwickeln sowie umsetzen. Mit dem Potenzialmelder könnte es gelingen, bislang ungenutzten Wohnraum oder Potenziale einer Nutzung zuzuführen und damit eines der größten Probleme des Immobilienmarktes der Zukunft, den Druck auf den Wohnungsmarkt, vor allem den der unteren Einkommen, deutlich zu reduzieren.

Fotonachweis: Wunschgrundstück GmbH

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